Dämpfen

Der erste Schritt bei der Herstellung des Weizenkorns ist die Freilegung der Stärke im Weizenkorn. Dies geschieht durch das aufwendige Dämpfverfahren, welches die Stärke schonend freilegt. Hierzu wird der sogenannte Hentzedämpfer mit Wasser und Weizen gefüllt. Der Inhalt des Dämpfers wird durch Wasserdampf erhitzt. Durch die Hitze, weit über 100°C , und dem hohen Druck, platzt das Weizenkorn auf und die Stärke wird freigelegt. Drei Stunden dauert das Verfahren, bevor aus dem Weizen-Wassergemisch die Maische geworden ist.

Maischen

Nach dem Dämpfen wird die Maische nun in den Maischebottich gepumpt. Hier wird sie auf ca. 20° herunter gekühlt. Zur Umwandlung der freigelegten Stärke in Zucker, wird nun Malz hinzugegeben. Dadurch bekommt der Weizenkorn ein besonders kräftigen, aromatischen Geschmack. Kurz vor dem Abpumpen der Maische in den Gärkessel, wird noch Hefe hinzugefügt, damit der Gärprozess in Gang kommt.

Gären

Im Gärkessel wird der Zucker in Alkohol und Kohlensäure aufgespalten. Der Gärprozess dauert 72 Stunden. Hierbei steigt die Temperatur von anfänglich 20°C auf über 35°C. In der vergorenen Maische sind nach dem Gärprozess rund 8% Alkohol enthalten, welche aus der Maische heraus getrennt werden müssen.

Rohbrennen

Beim Rohbrennen wird die Maische vom Alkohol getrennt. Hierfür wird die vergorene Maische von oben in das Rohbranntgerät gefüllt, bis alle Böden im Rohbrandgerät mit Maische gefüllt sind. Danach wird das Rohbranntgerät von unten mit Wasserdampf erhitzt. Bei einer Temperatur von 78°C verdampft der Alkohol und steigt im Rohbranntgerät hoch. Der verdampfte Alkohol wird durch das sogenannte Geistrohr abgeführt und in einem speziellen Behälter gesammelt. Nach dem Rohbrennen hat der Alkohol einen Alkoholgehalt von 80%vol. Die vom Alkohol befreite Maische ist die Schlempe. Diese ist ein hochwertiges Viehfutter, welches vom Landwirt täglich abgeholt und warm verfüttert werden muss.

Feinbrennen

Nach dem Rohbrennen wird der Alkohol in der Feinbranntblase ein zweites Mal gebrannt. Die entscheidende Kunst des Brennmeisters ist es nun, den Alkohol in drei Fraktionen aufzuteilen, dem Vorlauf, dem Mittellauf, dem sogenannten Herzstück und dem Nachlauf. Nur das Herzstück wird für den Krugmann-Weizenkorn verwendet. Bei der Trennung kommt es besonders auf die handwerkliche Kunst des Brennmeisters an, seine Nase, sein Geschmack und seine Erfahrung sind entscheidend für die Qualität des Alkohols.

Eichenfasslagerung

Auch der 32%ige Weizenkorn lagert bei Krugmann mindestens 90 Tage im Eichenfass. Diese Besonderheit macht den Krugmann Weizenkorn noch milder, noch geschmackvoller und noch bekömmlicher.

Ein Korn stellt sich vor

In diesem Video, welches aus dem Jahr 1993 stammt, wird gezeigt, wie nach „alter Väter Sitte“ der Krugmann Weizenkorn hergestellt wurde.

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