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Trumpinator: Kein Name für Zitronenlikör

Meinerzhagener Firma scheitert an Patentamt - von Carsten Menzel:
Meinerzhagen/München. Ob ein übertriebener Genuss einen zum Kraftprotz macht oder einfach nur die Frisur durcheinander, ist noch unbekannt. Jedenfalls darf der Spirituosenhersteller Krugmann aus Meinerzhagen einen 15-prozentigen Zitronenlikör nicht "Trumpinator" nennen. Das Deutsche Patentamt in München hat den Eintrag versagt. Nicht aus politischen Gründen, wie die Behörde auf Nachfrage der WESTFALENPOST beteuert, sondern weil es sich um einen "viel genutzten Begriff" handele, der "nicht markentauglich" sei.

„Wir nehmen für Namen unserer Produkte gerne aktuelle Themen auf", erklärt Stefan Petersen, Krugmann-Geschäftsführer die Idee, einen Likör nach dem neuen USPräsidenten zu nennen. Ein älteres Beispiel für die Marketingstrategie: Krugmann hat den "Elchtest" (Motto: "Kipp ' Dir einen") gebrannt, als eine Kleinwagenserie eines Stuttgarter Autobauers beim Kurventest den Abflug machte. "Kurzlebig, aber erfolgreich", nennt Petersen diese Strategie. Das Patentamt winkt im aktuellen Fall ab: „Trumpinator" sei als Marke nicht tauglich, "weil er nur als ein Begriff, nicht aber als Marke im Sinn eines betrieblichen Herkunftshinweises verstanden werden kann. Krugmann will dagegen vorgehen.

Kommt jetzt als "Donalds Haarwasser' raus: der Zitronenlikör.


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