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Ärger um Promille-Trump - Schnapsfirma streitet mit dem Patentamt

Lüdenscheider Nachrichten - 20.  Januar 2017 - von Frank Zacharias

MEINERZHAGEN: Für humorvolle und manchmal eigenwillige Markennamen ist die Spirituosenfirma Krugmann aus Meinerzhagen bekannt. Nach Produkten wie .Süßer Arsch“, „Kleiner Flutscher" oder „Popsy" bat das Unternehmen mit seinem neuen Produkt aber offenbar eine Grenze überschritten. Thema der neuesten Kreation: der neue US-Präsident Donald Trump.

Corpus Delicti ist ein neuer Likör mit Zitronen-Geschmack, der unter dem Titel “Trumpinator" - passend zur Amtseinführung des neuen Präsidenten - auf den Markt gebracht werden sollte. Das Deutsche Patentamt in München bat die Eintragung der
Wortmarke „Trumpinator" für Spirituosen jedoch abgelehnt, weil es „der Wortmarke an Unterscheidungskraft für die Warengruppe“ fehle, wie es in der Begründung heißt.

Zwar bat Krugmann das Produkt nun alternativ als „Donalds Haarwasser" auf den Markt gebracht - doch dies soll offenbar nur eine Übergangslösung sein. Denn Stefan Petersen, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, geht auf Konfrontationskurs. “Wir sind der Meinung, eine Spirituose, die den Namen Trumpinator tragen soll, unterscheidet sich eindeutig von anderen auf dem Markt befindlichen Spirituosen“, sagt Petersen. Daher habe das mittelständische Familienunternehmen nun in München Widerspruch eingelegt.

Das Patentamt indes verteidigt seine Entscheidung. Eckhard Kern, zuständiger Teamleiter der Behörde, erklärte gestern: Der Begriff “Trumpinator" werde in der Presse allerdings bereits vielfach verwendet, „um in satirisch ironischer
Weise auf den Präsidentschaftsbewerber und gwählten Präsidenten Donald Trump hinzuweisen“. Dies sei für das Patentamt ein Indiz dafür, dass der Begriff nur als ein Werbeschlagwort verstanden werden kann - und nicht als Marke.

Nach dem Widerspruch durch die Firma werde das Vorhaben nun erneut geprüft. Bis es keine endgültige Entscheidung gibt. vertreibt Krugmann nun also „Donalds Haarwasser". Untertitel des Getränks: „Make hair great again" - in Anlehnung an
Trumps letztlich erfolgreicher Wahlkampagne. „Unsere Produkte müssen immer Geschichten erzählen“, erklärt Stefan Petersen, „und Donald Trump ist dafür praktisch die ideale Vorlage.

Stefan Petersen mit einem Werbeschild für „Donalds Haarwasser“, das ursprünglich als “Trumpinator" verkauft werden sollte.

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